Zur Geschichte des Archivs

Von der Gründung 1897 in Köln an hatte der „Charitasverband für das katholische Deutschland“ (seit 1921 „Deutscher Caritasverband“) seine Verwaltungszentrale in Freiburg. Das in den ersten Jahrzehnten gebildete Schriftgut wurde erstmals zu Anfang der zwanziger Jahre des 20. Jahrhunderts von Wilhelm Liese grob geordnet, der aus Anlass des bevorstehenden Silberjubiläums des Verbandes eine Biographie über den Gründer Lorenz Werthmann vorbereitete. Bis nach dem Zweiten Weltkrieg, den die Aktenbestände trotz Gestapo-Durchsuchung und Luftangriff 1944 unbeschadet überstanden hatten, sammelte man die Akten der Zentrale weiter und legte sie ab, ohne sie systematisch zu ordnen, bis beim 50-jährigen Jubiläum der Bibliothek des Deutschen Caritasverbandes (gegr. 1896) Überlegungen aufkamen, auch für das Archiv eine Konzeption und eine Ordnung zu erstellen. Diese Aufgabe übernahm Ernst Laslowski, Historiker aus Schlesien, der die Leitung von Archiv und Bibliothek innehatte. In seiner zehnjährigen Amtszeit entwickelte Laslowski eine Systematik, die für die Altbestände noch Gültigkeit hat. Die neue Tektonik (seit 2008) für Bestände ab 1970 (fließend) richtet sich nach Provenienzeinheiten.