Archiv des Bistums Augsburg

Anschrift:                            Pfarrhausstrasse 4
86154 Augsburg
Telefon: 0821 - 3166 8561
Telefax: 0821 - 3166 8569
E-Mail: archiv@bistum-augsburg.de
Website: www.bistum-augsburg.de
Sigle:  ABA
Verwaltung:


 
Dr. Erwin Naimer, Archivoberrat i.K., Archivleiter                                      
Doris Bauchrowitz, Archivoberrätin i.K.
Pfarrer Dr. Bernhard v Rohrscheidt, wiss. Mitarbeiter
Dr. Nicole Finkl, M.A., Archivinspektorin i.K.
Christoph Meierfrankenfeld, Dipl.-Archivar (FH), Archivinspektor i.K.

Benutzung:         
Öffnungszeiten: Montag bis Mittwoch 9.00-16.30 Uhr; Donnerstag 9.00-18.00 Uhr (im August: 9.00-16.30 Uhr); vorherige Anmeldung erforderlich; 21 Arbeitsplätze; Laptop-Einsatz möglich; 10 Lesegeräte, Readerprinter, Quarzlampe, Einsicht in die Kirchenbücher auf Mikrofilmen.

 

Geschichte des Archivs

Nach der mutmaßlichen Vernichtung des ältesten Archivs des Hochstifts Augsburg im 11. Jahrhundert wird das Archiv erst im Spätmittelalter wieder fassbar. Im Jahr 1450 befahl Kardinal Peter (I.) von Schaumberg, dass die in Augsburg, Füssen und Dillingen verwahrten hochstiftischen Urkunden alle im Schloss zu Dillingen untergebracht und geordnet werden sollten. Das damals von dem bischöflichen Sekretär Johannes Laucher von Schmalkalden angelegte „kurtz register uber des Stiffts zu Augspurg brieve im gewelb zu Dillingen“, das sich heute im Archiv des Bistums Augsburg befindet (HS 69), ist das älteste vorhandene Repertorium. Der letzte Archivar des Hochstifts Augsburg war Hofrat Ludwig Maria von Bally. Er wurde im Jahr 1803 mit dem Aufbau eines schwäbischen Provinzialarchivs in Ulm, damals Sitz der bayerischen Landesdirektion von Schwaben, beauftragt, das freilich nicht von langer Dauer sein sollte. In der Säkularisation waren die Archive des Hochstifts und des Domkapitels im Wesentlichen in Dillingen verblieben. Mit diesen wurden u.a. die Archive sämtlicher säkularisierter Klöster Augsburgs in einem Archivkonservatorium Dillingen zusammengefasst und schließlich im Jahr 1825 an das damalige Reichsarchiv in München (jetzt Bayerisches Hauptstaatsarchiv) abgegeben.

Die in Augsburg verbliebenen Bestände sowohl des Archivs als auch der Bibliothek ordnete der um die Augsburger Bistumsgeschichte sehr verdiente P. Placidus Braun OSB (1756-1829), seit 1808 Mitglied der Bayerischen Akademie der Wissenschaften, der bis zur Säkularisation Archivar und Bibliothekar des Stifts St. Ulrich gewesen war. In den Jahren 1841 bis 1848 war der spätere Erzbischof von München und Freising, Dr. Anton Steichele, hier Archivar. Auf ihn geht auch die breit angelegte historisch-statistische Beschreibung des Bistums Augsburg zurück, die leider unvollendet blieb.

Durch den alliierten Fliegerangriff in der Nacht vom 25. zum 26. Februar 1944 erlitten die im Archiv verbliebenen, nicht ausgelagerten Bestände stärkste Verluste, die durch das weitgehende Fehlen von Repertorien aus der Vorkriegszeit schwer zu rekonstruieren sind. Nach dem 1955 abgeschlossenen Wiederaufbau des Archivgebäudes in der Kornhausgasse wurden die ausgelagerten Bestände zurückgeholt und neu verzeichnet. Am 1. September 1977 bezog das Archiv neue Räume im Johann-Michael-Sailer-Haus, Hafnerberg 2.