Diözesanarchiv Berlin

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Sigle:                               DAB
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Benutzung:
Öffnungszeiten nur nach Voranmeldung Dienstags von 9.00 bis 15.00 und Donnerstags von 10.00 bis 16.00 Uhr.

Geschichte

Das Diözesanarchiv Berlin sichert und erschließt das archivwürdige Schrift- und Dokumentationsgut des Erzbistums Berlin.


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Aufgabe und Geschichte

Das Diözesanarchiv Berlin sichert und erschließt das archivwürdige Schrift- und Dokumentationsgut des Erzbistums Berlin.

Auf dem Gebiet des heutigen Erzbistums Berlin bestanden ursprünglich die beiden ottonischen Missionsbistümer Brandenburg (948) und Havelberg (948?), die nach dem Slawenaufstand von 983 nachhaltiger Repaganisierung anheimfielen und erst in der zweiten Hälfte des 12. Jahrhunderts dauerhaft reorganisiert werden konnten. Für das Land beiderseits der unteren Oder wurde 1124 das Bistum Lebus errichtet. Als Ergebnis der Missionstätigkeit des hl. Bischofs Otto von Bamberg in Pommern entstand 1140 das Bistum Cammin (zunächst mit Sitz in Wollin). Im Zeitalter der Glaubensspaltung erloschen nach 1540 die vier genannten Bistümer infolge landesherrlicher Reformation und Säkularisation.

Erst im 18. Jahrhundert wurde katholische Seelsorge in der preußisch-brandenburgischen Zentrallandschaft aus Gründen der Staatsraison wiederzugelassen: zunächst für Diplomaten, Söldner und Rüstungsarbeiter, dann generell. Die ersten katholischen Missionsstationen waren keine Pfarreien im Sinne des kanonischen Rechts. Rechtlich gehörten die Katholiken in Brandenburg und Pommern weiterhin zu den evangelischen Gemeinden, in deren Bezirk sie wohnten. Bei der Neuumschreibung der preußischen Diözesen durch die päpstliche Bulle »De salute animarum« von 1821 lebten hier – in der Weite des Raumes verstreut – etwa 12.000 Katholiken und zwölf Geistliche. Sie wurden dem jeweiligen Propst an St. Hedwig in Berlin als (Sub-)Delegaten des Breslauer Fürstbischofs unterstellt. Erst nach dem Wegfall des zuvor streng gehandhabten landesherrlichen Summepiskopats (1848) etablierte sich im Fürstbischöflichen Delegaturbezirk für Brandenburg und Pommern ein Diasporakatholizismus mit starkem polnischsprachigen Einschlag am unteren Ende der gesellschaftlichen Rangordnung. Dem mit äußerster Erbitterung vom preußischen Staat geführten »Kulturkampf« hielt die katholische Minderheit ohne größere Einbrüche stand. Beträchtlich blieben hingegen die Verluste infolge konfessioneller Mischehen. In der Phase der Hochindustrialisierung und Ost-West-Migration wuchs dann der Katholikenanteil stürmisch an. Diese Entwicklung setzte sich im wesentlichen auch nach dem Ersten Weltkrieg fort. Damit waren – trotz erheblicher konfessioneller und politischer Vorbehalte – die Voraussetzungen für die Verselbständigung der Delegatur geschaffen....


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