Diözesanarchiv Eichstätt 

Anschrift:                         Luitpoldstraße 1
85072 Eichstätt
Telefon: 08421 50-761
Telefax: 08421 50-769
E-Mail: archiv@bistum-eichstaett.de
Website: www.bistum-eichstaett.de/dioezesanarchiv/
Sigle:    DAEI
Verwaltung:

Dr. Bruno Lengenfelder, Diözesanarchivar
Maria Ludden, M.A.
Hedwig Schmidt
Benutzung:
Öffnungszeiten: Dienstag bis Freitag 8.30 – 12.00 Uhr, Dienstag bis Donnerstag 13.00 – 16.00 Uhr,
Montags geschlossen; 12 Arbeitsplätze (Arbeit mit Laptop an allen Arbeitsplätzen möglich)
Benutzungs- und Gebührenordnung (veröffentlicht im Pastoralblatt des Bistums Eichstätt 120, 1973, Nr. 8, S. 140 bzw. 2001, Nr. 1, S. 28-30).

 

Zur Geschichte des Archivs

Das Diözesanarchiv ist aus dem Archiv des Geistlichen Rats des Fürstbistums Eichstätt hervorgegangen. Seit 1785 bemühte sich der Geistliche Rat beim Fürstbischof, eine Aussonderung der Protokolle und Akten des Geistlichen Rats und des Vikariats aus dem Hochstiftsarchiv und die Errichtung eines eigenen Geistlichen Rats-Archivs zu erreichen. Die Vereinigung dieser Dokumente mit der Registratur des Geistlichen Rats kam erst 1801/02 unter dem Eindruck der drohenden Säkularisation zustande. Nach dem Ende des geistlichen Staates gelangten 1806 das Hochstiftsarchiv und das Archiv des Domkapitels an den bayerischen Staat. Die 1801/02 aus dem Regierungsarchiv ausgesonderten Archivalien mussten 1815 unter dem Druck der bayerischen Behörden zum größten Teil an das Reichsarchiv in München abgeliefert werden.
Der erste Archivar des Geistlichen Rats, der 1788 in dieses Amt berufene Karl Barth (1761-1833), gehörte zu den Mitarbeitern des Fürstbischofs Joseph Graf Stubenberg, die in den Jahrzehnten des Umbruchs und der Neuordnung nach dem Konkordat von 1817 die Kontinuität der Diözesanverwaltung gewährleistet haben. Nach Barths Tod blieb das „Archivariat“ im Bischöflichen Ordinariat fast drei Jahrzehnte lang unbesetzt. Mit der Ernennung Joseph Georg Suttners zum Archivar 1861 begann eine neue Entwicklung: Lyzealprofessoren für Geschichte oder promovierte Benefiziaten leiteten das Archiv. Oft versahen sie gleichzeitig auch noch das Amt des Kustos der Eichstätter Staats- und Seminarbibliothek. Suttner betrachtete das Ordinariatsarchiv als „historische Sammlung“, die er für seine Vorlesungen und Veröffentlichungen auswerten konnte. Die Neuverzeichnung seines Vorgängers Barth ersetzte er durch eine Ordnung, deren Systematik sich an der Eichstätter Instructio pastoralis, einer kirchenrechtlich-dogmatischen Handreiche für die Seelsorger, orientierte. 1922 bis 1925 ordnete der Staatarchivar Alois Mitterwieser das Ordinariatsarchiv. Die von Suttner vorgenommenen Eingriffe in die Beständestruktur dürften so tiefgehend gewesen sein, dass Mitterwieser auf eine Ordnung nach dem Provenienzprinzip ver-zichtete.
Seit 1832 war das Archiv im barocken Festsaal der Dompropstei untergebracht. Aus Gründen des Brandschutzes wurden die wertvollsten Bestände 1923 in zwei Räume des Erdgeschosses verlagert.
Ein förmliches „Diözesanarchiv“ wurde 1970 errichtet. Die Diözese stellte einen hauptamtlichen Archivar mit Fachausbildung ein und sorgte für entsprechende Räumlichkeiten. Der Festsaal wurde als Archivaliendepot aufgegeben und die Archivalien erhielten neue Räume im Erdgeschoß des Dompropsteigebäudes zugewiesen, die großenteils mit fahrbaren Regalanlagen ausgestattet waren. Schon rasch zeigte sich aber, dass die neu gewonnenen Kapazitäten nicht ausreichten. Ab 1974 waren im Haushalt der Diözese Mittel für eine Erweiterung des Archivs vorgesehen. 1988 begannen die Bauarbeiten. 1993 konnte das Diözesanarchiv schließlich ein neues Gebäude beziehen. Der ehemalige Domherrenhof Ostein beherbergt seither die Verwaltungsräume einschließlich eines geräumigen Lesesaals, ein moderner Magazintrakt mit ungefähr 5 km Regalfläche schließt sich an.