Diözesanarchiv Limburg

Anschrift:                   Weilburger Straße 16, 65549 Limburg
Postfach 1355, 65533 Limburg
Telefon: 06431 - 295-846
06431 - 295-849 (Familienforschung)
Telefax: 06431 - 295 892
E-Mail: archiv@bistumlimburg.de
Website: www.dioezesanarchiv-limburg.de
Sigle:  DAL
Verwaltung:

Martina Wagner M.A., Dipl.-Arch. (FH), Archivleiterin
Iris Jung, A.Ang.
Ferdinand Löhr, Dipl.-Theol.,, A.Ang.
Gustav Kesper, A.Ang./Sekr.

Benutzung:      
Öffnungszeiten: Dienstag bis Donnerstag 9.00 bis 12.00 und 13.00 bis 16.00 Uhr (nach vorheriger Anmeldung); Lesesaal mit 6 PC- und 4 weiteren Arbeitsplätzen, Einsatz von Notebooks an allen Plätzen möglich, Reader-Printer, Benutzungs- und Gebührenordnung.

 

Geschichte

Während der Besetzung der rechtsrheinischen Gebiete durch die Franzosen 1794 hatte Erzbischof Clemens Wenzeslaus von Trier das dortige Generalvikariat nach Limburg verlegt. 1801 wurde das Erzbistum Trier auf den rechtsrheinischen Teil beschränkt, 1816 mußten 31 Pfarreien an das Apostolische Vikariat Ehrenbreitstein abgetreten werden. Durch die Bulle „Provida solersque" von 1821 und die Errichtungsurkunde von 1827 wurde das Bistum Limburg im Rahmen der Oberrheinischen Kirchenprovinz neu aus Teilen der früheren Erzbistümer Trier und Mainz sowie aus einem kleineren Teil des Erzbistums Köln und aus diözesanfreien Pfarreien gebildet.
Es umfaßte aus dem rechtsrheinischen Teil des Erzbistums Trier und dem rechtsrheinischen Teil von Mainz (Rheingau und Maingau) alle Pfarreien des Herzogtums Nassau und der Freien Stadt Frankfurt. 1884 kamen der Kreis Biedenkopf und das Amt Homburg von Mainz, 1929 und 1933 neue Teile von Frankfurt (von Fulda) und der Kreis Wetzlar (von Trier) hinzu.

Infolge der Säkularisation wurden die Bestände des alten Archidiakonats Dietkirchen und des St. Georgsstiftes in Limburg von der Herzoglichen Regierung übernommen und befinden sich bis auf geringe Ausnahmen heute im Hessischen Hauptstaatsarchiv Wiesbaden. In der NS-Zeit wurden mehrere hundert Aktenbände (Klöster, Anstalten und Stiftungen betreffend) beschlagnahmt und nach Wiesbaden gebracht, wo Teile davon Ende des 2. Weltkrieges vernichtet wurde.

Bis 1945 bildete das gesamte Archiv mit der Zentralregistratur des Bischöflichen Ordinariates eine Einheit. Die Trennung von Archivakten und laufender Registratur wurde in mehreren Bearbeitungsschritten von 1945 - 1972 durchgeführt mit dem 31.12.1944 als Stichtag. Dabei wurde ein Archivaktenplan erstellt, der in seiner Gliederung mit dem Aktenplan der Registratur weitgehend identisch ist.
Ein weiterer Registraturschnitt erfolgte zum 31.12.1967. Diese Akten wurden 1993 dem Diözesanarchiv übergeben und sind verzeichnet.

Für die großen Beständegruppen Sachakten und Pfarrakten existieren knappe Findmittel mit Titel und Angabe der Laufzeit, für kleinere Ablieferungen Listen.

Zur Sicherung der wertvollen Kirchenbücher und Zivilstandsregister der Pfarreien wurden diese bis zum Stichjahr 1875 zentral im Diözesanarchiv Limburg zusammengeführt (Depositum). Sie stehen allen interessierten Benutzern als Digitalisate im Lesesaal zur Verfügung.